10 Prinzipien für bessere Kunden

Stell dir vor du hast gerade für einen Kunden ein Projekt geliefert…

Du bist dir sicher, gute Arbeit gemacht zu haben und kurze Zeit später findest du diese Art von Rückmeldung in deiner Mailbox:

“Also ich hab mir die Sache angesehen und muss sagen das bereitet mir echt Bauchschmerzen. Am liebsten würde ich das Ganze wieder rückgängig machen. Da sind so viele Dinge die einfach keinen Sinn ergeben… blablabla”

Als es mir zu Beginn meiner Freelancer Zeit genau so erging und ich genau obige Nachricht in meiner Inbox hatte, war ich nicht nur geschockt sondern komplett verunsichert.

Zugegebenermaßen hatte der Kunde in einem kleinen Punkt sogar recht doch es war offensichtlich, dass er einfach keine Ahnung hatte was er eigentlich wollte.

Heute gehe ich solchen Kunden bereits im Voraus aus dem Weg und lass es erst gar nicht zu einer Zusammanarbeit kommen.

Nicht weil ich zuhause eine Liste liegen hab mit allen Kunden, die nicht zu mir passen sondern weil ich mir im Laufe der Monate und Jahre ein paar Prinzipien definiert hab, nach denen ich “die guten” von “den schlechten” für mich herausfiltere.

Klar sind diese Prinzipien aus Erfahrung entstanden doch auch als frisch gestarteter Freelancer kann man sich mit ein paar Überlegungen den ein- oder anderen “Kopfschmerz Kunden” ziemlich leicht ersparen.

Wie diese Prinzipien aussehen und wie du dir selbst welche aufstellen kannst, schauen wir uns heute an.

Doch was sind Prinzipien überhaupt?

Stell dir vor du gehst mit Freunden zum Essen in ein neues Restaurant, dass ihr testen möchtet.

Du bestellst dir ne Pizza mit Meeresfrüchten, die zwar lecker schmeckt aber dir für die nächsten paar Tage die Kloschüssel zum besten Freund macht.

Würdest du dieses Restaurant nochmal besuchen? Würdest du dort wieder die gleiche Pizza essen?

Wahrscheinlich eher nicht…

Bewusst oder unbewusst hast du aus einer Erfahrung heraus ein Prinzip aufgestellt, nachdem du zukünftig handelst.

Prinzipien sind wie Spielregeln oder Präferenzen, die man für sich selbst definiert und die einem dabei helfen bessere Entscheidungen zu treffen.

Entscheidungen, die zum persönlichen “Weltbild” und den eigenen Zielen passen.

Bestimmt hast schonmal die Phrase gehört:

“Nein, das mach ich aus Prinzip nicht.”

Oft entstehen solche Prinzipien unbewusst aufgrund Erfahrungen, die wir – oder andere Personen in unserem Umfeld – gemacht haben und nach denen wir dementsprechend unser Handeln anpassen (siehe Pizzabeispiel weiter oben).

Gerade wenn wir ein (neues) Ziel verfolgen, dann kann es extremst hilfreich sein sich im Vorfeld ein paar solcher Prinzipien zurechtzulegen und aufzuschreiben.

So kannst du sicherstellen, dass du mit deinem Ziel auf Kurs bleibst und dich nicht durch falsche Entscheidungen aus der Bahn werden lässt.

Wieso Prinzipien für Freelancer so wichtig sind?

Wenn du gerade frisch als Freelancer gestartet bist, dann hast du wahrscheinlich erstmal nur eine Sache im Kopf:

Kunden finden

Du willst ja schließlich Kohle machen, richtig?

Doch besonders wenn du schon nen Weilchen mit dabei bist, dann weißt du, dass Kunde nicht immer gleich Kunde ist.

Es gibt Kunden mit denen läuft es wie am Schnürchen und Kunden, bei denen Hopfen und Malz verloren ist.

Macht es also nicht Sinn sich bereits im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen, mit welchen Kunden man zusammenarbeiten möchte (und mit welchen nicht)?

Und welche Art von Arbeit man für diesen Kunden überhaupt erledigen will (und welche nicht)?

Zu allem “Ja” zu sagen ist einfach.

“Nein” zu sagen erfordert Selbstbewusstsein und Mut.

Doch im richtigen Moment  “Nein” zu sagen kann dir nicht nur Kopfschmerzen ersparen sondern Zeit für bessere Kunden freimachen (die im Regelfall auch viel besser zahlen).

Doch woher weisst du wann du “Nein” sagen sollst und wann nicht?

Woher weisst du was einen Kunden der zu dir passt von einem Kunden der NICHT zu dir passt unterscheidet?

Das Schöne ist doch, dass du die Wahl hast.

Du kannst dir aussuchen, ob die mit einem Kunden zusammenarbeiten möchtest oder nicht. Und wenn du dir selbst klar machst was dir für dich und dein Business wichtig ist, wird dir die Wahl gleich ein Vielfaches leichter fallen.

Und genau dabei können Prinzipien helfen und wie du dir welche aufstellst schauen wir uns als nächstes an.

So definierst du Prinzipien für dich und dein Freelance Business

Fällt es dir manchmal schwer zu wissen was du eigentlich willst?

Du sitzt im Restaurant, schaust auf die Karte hast aber keinen Plan was du bestellen sollst und blätterst minutenlang wild umher?

Wenn du Schwierigkeiten hast zu wissen “Was du willst” dann mach einfach mal folgendes:

Anstatt dich zu fragen: “Was will ich?”

Stellst du dir die Frage: “Was will ich NICHT”?

Oftmals ist es viel einfacher zu wissen und sich klarzumachen was wir NICHT wollen.

So kannst du im Vorfeld schon gewisse Dinge eliminieren und nicht nur einfachere sondern vor allem bessere Entscheidungen treffen.

Und genau so klappt es auch bei deinem Freelance Business.

Stell dir hierzu die Frage, zu welchen Kunden du “Nein” sagen wirst.

Wer sind diese Kunden, was wollen sie und was macht sie aus? Welche Art von Arbeit machen Sie, welche Art von Produkt haben Sie und was möchten Sie von dir?

Wer ist die Art von Kunde, bei der du lieb und gerne sagst:

“Nein danke, nächster bitte”

Mach dir eine Liste mit mindestens 10 solcher Prinzipien und schreib dir alles auf was dir in den Sinn kommt. Fang dabei immer an mit:

Ich sage “Nein” zu Kunden, die….

Ich sage “Nein” zu Kunden, die….

Ich sage “Nein” zu Kunden, die….


Ich geb dir ein Beispiel, wie ich das bei mir selbst gemacht habe.

Ich sage “Nein” zu Kunden, bei denen die erste Frage lautet: “Was kostest du?”

Ich sage “Nein” zu Kunden, die selbst nicht richtig wissen wer Ihre Zielgruppe ist.

Ich sage “Nein” zu Kunden, die offensichtlich ein minderwertiges Produkt oder einen minderwertigen Service verkaufen wollen

Ich sage “Nein” zu Kunden, bei denen mir mein Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt

Ich sage “Nein” zu Kunden die möchten, dass ich jeden Tag zu ganz bestimmten Zeiten für sie erreichbar bin

Ich sage “Nein” zu Kunden denen es nicht passt, dass ich evtl. von einer anderen Zeitzone aus arbeite

Ich sage “Nein” zu Kunden, bei denen mir mein Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt

Ich sage “Nein” zu Kunden, die es gaaanz gaaanz eilig haben und am besten alles schon gestern wollen

etc… etc…

Das Schöne dabei ist, dass du diese Liste im Laufe der Zeit immer wieder aktualisieren und verfeinern kannst.

Je mehr Erfahrungen du machst und je mehr du hier dokumentierst, desto mehr weisst du Bescheid was für dich und dein Business das richtige ist.

Getreu dem Grundsatz “Anstatt MEHR Kunden, lieber BESSERE Kunden” kannst du mit diesem einfachen Werkzeug nicht nur deinen Umsatz steigern sondern dir auch jede Menge Kopfschmerzen sparen und vermeiden, dass du gewisse Fehler (unbewusst) immer und immer wieder begehst.

So oft hört man, dass sich Freelancer über zu geringe Stundensätze beklagen aber dann Jahr über Jahr den gleichen Fehler begehen und diese Art von Arbeit und Bezahlung zulassen.

Wenn du dir für dich und dein Business klare Grenzen bzw. Prinzipien definierst wird es dir einfacher fallen solche Dinge nicht mehr zu akzeptieren und nach neuen und besseren Lösungen zu suchen.

Fassen wir nochmal kurz zusammen

  • Prinzipien sind Grundsätze nach denen wir handeln und Entscheidungen treffen. Oft basieren sie auf Erfahrungen oder auf persönlichen Präferenzen
  • Klare definierte Prinzipien können dabei helfen bessere Entscheidungen zu treffen, im Leben als auch im Business
  • Wenn wir nicht sicher sind was wir wollen, kann es helfen uns klar zu machen was wir NICHT wollen
  • Je klarer wir uns über unsere Prinzipien sind, desto einfacher wird es schlechte Kunden auszusortieren und unseren Fokus auf Kunden zu legen die zu uns und unserem Business passen

Und jetzt bist du dran.

Wie sehen deine eigenen Prinzipien aus?

Mit was für Kunden möchtest du NICHT zusammenarbeiten?

Schreib dir mindestens 10 davon auf schick mir ne Nachricht auf was du gekommen bist.

Cheers

Björn

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